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SIC – Stay in Contact (Arbeitstitel)
Executive Summary
SiC entwickelt eine Privacy-first-Plattform für das Apple Ecosystem, die ein alltägliches Problem löst: veraltete Kontaktdaten. Anders als bestehende Lösungen setzen wir nicht auf zentrale Datenbanken oder Synchronisation, sondern auf einen vertrauenswürdigen Rückkanal zwischen Menschen. Kontakte aktualisieren ihre eigenen Daten – ohne Login, ohne Account, ohne Datensammlung.
Kernthese
Kontaktdaten lassen sich nicht dauerhaft zentral pflegen. Der einzige nachhaltige Weg ist, dass jeder Kontakt die eigenen Daten selbst bestätigt und aktualisiert.
Das Problem
Kontakte gehören zu den wichtigsten digitalen Informationen im Alltag – privat wie beruflich. Telefonnummern ändern sich, E-Mail-Adressen veralten, Menschen ziehen um oder wechseln den Job. Trotz Smartphones, Cloud-Diensten und CRM-Systemen sind Adressbücher chronisch veraltet.
Bestehende Lösungen wie FullContact, Contacts+ oder Sync.ME setzen auf zentrale Datenbanken, Social-Media-Aggregation oder gegenseitige Synchronisation. Diese Ansätze scheitern an Datenschutzbedenken, erfordern Accounts von beiden Seiten oder sammeln Daten intransparent.
Meine Lösung
SIC ermöglicht es Nutzern, ihre Kontakte aktiv um eine Aktualisierung ihrer Daten zu bitten. Der Prozess ist denkbar einfach: Nutzer wählen Kontakte aus ihrem Apple-Adressbuch aus und versenden persönliche Update-Anfragen über sichere, zeitlich begrenzte Links. Kontakte bestätigen oder korrigieren ihre Daten in Sekunden über eine Web-Oberfläche – ohne Login, ohne App-Download. Die Updates synchronisieren sich automatisch über iCloud auf alle Geräte des Nutzers.
Optional kann das System in regelmäßigen Abständen (z.B. quartalsweise) automatisiert alle oder ausgewählte Kontakte zur Aktualisierung einladen.
Differenzierung
| Kriterium | SIC | Wettbewerb |
|---|---|---|
| Zentrale Kontakt-Datenbank | ✗ Keine | ✓ Ja |
| Account für Kontakt erforderlich | ✗ Nein | ✓ Oft ja |
| Datensammlung | ✗ Keine | ✓ Umfangreich |
| Native Apple Integration | ✓ Vollständig | ✗ Teilweise |
| DSGVO-Konformität | ✓ By Design | △ Nachträglich |
Marktpotenzial
Der globale Markt für Contact Management Software wird auf über 3 Milliarden USD geschätzt und wächst jährlich um 12-15%. Im Apple Ecosystem allein nutzen über 1,5 Milliarden aktive Geräte die native Kontakte-App. Unser Fokus liegt zunächst auf dem deutschsprachigen Raum (DACH) mit rund 100 Millionen Apple-Nutzern, bevor wir international expandieren.
Zielgruppen
Geschäftsmodell
ContactSync folgt einem Freemium-Modell mit klarem Upgrade-Pfad. Die kostenlose Basisversion ermöglicht eine begrenzte Anzahl monatlicher Update-Anfragen und deckt den Bedarf von Privatnutzern ab. Premium-Abonnements bieten unbegrenzte Anfragen, automatisierte Kampagnen, erweiterte Statistiken und Prioritäts-Support.
Langfristig planen wir Team-Lizenzen für kleine Unternehmen sowie API-Integrationen für CRM-Systeme als zusätzliche Umsatzquellen.
Technische Architektur
Das Backend speichert ausschließlich technische Zustände wie Token-Hashes, Ablaufzeiten und Status. Keine personenbezogenen Kontaktdaten verlassen die Geräte der Nutzer. Alle Kontaktinformationen verbleiben in der nativen Kontakte-App und synchronisieren sich über Apples iCloud-Infrastruktur.
Update-Links sind einmalig verwendbar und zeitlich begrenzt (Standard: 7 Tage). Die Rückführung aktualisierter Daten erfolgt entweder über vCard-Download (maximale Privacy) oder über verschlüsselte Delta-Übertragung (optimale UX). Rate-Limiting und Abuse-Detection schützen vor Missbrauch.
Roadmap
Q1 2026 – MVP Launch
iOS App mit Kernfunktionalität, Web-Update-Seite, vCard-basierter Rückweg. Geschlossene Beta mit 500 Nutzern.
Q2 2026 – App Store Launch
Öffentlicher Launch, Freemium-Modell, erste Marketing-Kampagnen. Ziel: 10.000 Downloads.
Q3 2026 – Feature Expansion
Automatisierte Kampagnen, macOS App, erweiterte Statistiken. Ziel: 5% Conversion zu Pro.
Q4 2026 – B2B Pilot
Team-Funktionen, erste Unternehmenskunden, API-Dokumentation. Ziel: €50k ARR.
Finanzierungsbedarf
Wir suchen eine Pre-Seed-Finanzierung von €150.000 bis €250.000 zur Finanzierung der Produktentwicklung und des initialen Markteintritts. Die Mittel werden primär für Entwicklung (60%), Marketing und User Acquisition (25%) sowie operative Kosten (15%) verwendet.
Verwendung der Mittel
Produktentwicklung (iOS, Web, Backend): €90.000–150.000. Marketing und Launch-Kampagnen: €37.500–62.500. Infrastruktur, Legal, Operations: €22.500–37.500.
Team
Michael Brinkmann
Warum jetzt?
Drei Entwicklungen machen den Zeitpunkt ideal:
Erstens führen häufigere Jobwechsel und höhere Mobilität zu schneller veraltenden Kontaktdaten.
Zweitens steigt die Datenschutzsensibilität kontinuierlich, verstärkt durch DSGVO und mediale Aufmerksamkeit für Privacy-Themen.
Drittens verschärft Apple seine Datenschutz-Richtlinien stetig und schafft damit Raum für native, privacy-konforme Lösungen im eigenen Ecosystem.